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In der 2. Tageshälfte greift die Kaltfront des Tiefs auf den Nordwesten über

Ein weiteres Sturmtief verlagert sich vom Seegebiet nördlich von Schottland zur Norwegischen See. Seine Warmfront überquert uns heute von West nach Ost, sie sorgt für sehr milde Temperaturen. Schon in der zweiten Tageshälfte greift dann die Kaltfront des Tiefs auf den Nordwesten über, welche in der zweiten Tageshälfte und in der Nacht zu Sonntag für einen kräftigen Temperaturrückgang sorgt.

Heute am Tage regnet es in der Osthälfte anfangs noch verbreitet, allerdings lassen die Niederschläge am Vormittag nach, sodass die Warnungen vor Dauerregen und Tauwetter (Unwetter) voraussichtlich nicht verlängert werden müssen. In der zweiten Tageshälfte kommen mit einer Kaltfront von Nordwesten erneut schauerartige Niederschläge auf, die auch als Graupel oder Schneeregen fallen können. Vereinzelt sind kurze Gewitter eingelagert. Die Kaltfront erreicht um die Mittagszeit den äußersten Nordwesten. Bei einer raschen Verlagerung verläuft sie am Abend etwa von der Pfalz bis zur Lausitz. Der Wind weht weiterhin stark bis stürmisch aus Südwest bis West. Selbst im Flachland können stürmische Böen oder Sturmböen (Bft 8 bis 9) aus Südwest bis West auftreten, an den Küsten schwere Sturmböen, mit Annäherung der Kaltfront auch orkanartige Böen (Bft. 10 bis 11). Auf den Bergen sind schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen (Bft. 10 bis 12), auf exponierten Gipfeln auch extreme Orkanböen (über 140 km/h) wahrscheinlich. In der Nordhälfte können am Nachmittag im Zusammenhang mit der Passage der Kaltfront schwere Sturmböen, ganz vereinzelt auch orkanartige Böen aus West bis Nordwest (Bft. 10 bis 11) bis ins Flachland auftreten. Rückseitig der Kaltfront klingen die Niederschläge rasch ab und auch der Wind lässt etwas nach, lediglich an den Küsten kann es weiterhin Sturm- oder schwere Sturmböen geben.

In der Nacht zu Sonntag entspannt sich die Windsituation – abgesehen von den Küsten – in den Niederungen zumindest vorübergehend, zuletzt in der Südhälfte. An den Küsten gibt es weiterhin Sturmböen oder schwere Sturmböen, auch im küstennahen Binnenland kann es stürmische Böen oder Sturmböen geben. Auf den Bergen gibt es ebenfalls Sturmböen, auf exponierten Gipfeln weiterhin auch orkanartige Böen oder Orkanböen aus West bis Nordwest.

In der Früh frischt der Wind aber in der Nordhälfte wieder auf und auch im Binnenland gibt es häufiger stürmische Böen.Im Süden setzt sich auch zwischen Main und Alpen zunehmend Kaltluft durch, die Kaltfront selbst erreicht gegen Mitternacht den Hochrhein und die Alpen. Damit sinkt auch die Schneefallgrenze. Liegt sie am Abend zwischen Main und Alpen noch durchweg bei etwa 2000 Meter, so sinkt sie dort bis zum Morgen bis auf etwa 400 Meter ab. Im Norden liegt sie schon zu Beginn der Nacht um 300 Meter und sinkt bis ins Flachland. Allerdings gibt es dort, mit Ausnahme des Küstenumfelds, kaum mehr Schauer, vom nördlichen Emsland bis nach Vorpommern kann es aber Regen- Schnee- und Graupelschauer geben. Vor allem im Schwarzwald sowie entlang und südlich der Donau kommt es dagegen weiterhin zu schauerartigen Niederschlägen. Dabei fallen bis Sonntagfrüh vor allem im Schwarzwald in Staulagen auch über 25 mm innerhalb von 12 Stunden. Allerdings gehen diese Niederschläge zunehmend in Schnee über, in der Früh kann sich auch in tiefen Lagen eine dünne Schneedecke ausbilden. Vor allem oberhalb von 400 bis 800 m fallen im Schwarzwald – je nach Höhenlage – 5 bis 20 cm Neuschnee, im Oberallgäu 10 bis 15 cm, am übrigen Alpenrand etwa bis zu 10 cm Neuschnee.

Stand: 10.01.2015, 10.10 Uhr
© Deutscher Wetterdienst